aanhoudende turbulentie in Hannover
Geplaatst: zo 07 apr 2013, 18:53
Praktisch apostolisch-zijn is ook de (recente) ontwikkelingen te volgen van de NAK Hannover.
In de afgelopen jaren zijn de ontwikkelingen in de NAK Hannover zeer turbulent geweest - tot op de dag van heden. Terwijl districtsapostel Klingler hoge verwachtingen schepte als gevolg van zijn visionaire plannen, dreigt de basis en het middenkader te eroderen en af te haken. De teleurstelling en desillusie van het progressieve en liberale smaldeel in Hannover druipt van de nieuw-apostolische kerkmuren. Voorgangerswisselingen volgen elkaar in rap tempo op en andere (priesterlijke) ambtsdragers haken af; de een na de ander geeft dus de pijp aan Maarten. De spanningen liepen in de NAK Hannover e.o. in het recente verleden hoog op, zoals rondom Kammer en Feil. Fusies van meerdere nieuw-apostolische gemeenten verzanden in een moeras en vergen hun tol, zoals gisteren bleek uit artikelen van glaubenskultur.de en religiosreport.de, terwijl de NAK-leiding in ijle sferen van vijfsterren hotels verblijft en in mondaine vergadercentra confereert en symboolpolitiek bedrijft.
glaubenskultur.de publiceerde op 6 april 2013 het onderstaande artikel:
Hannover (gk). Erneut steht die neuapostolische Gemeinde Hannover-Mitte vor Schwierigkeiten. Ihr derzeitiger Vorsteher, Evangelist Andreas Grove, möchte seine Vorsteherfunktion zurückgeben. Erst vor drei Jahren hatten mehrere Amtsträger der Gemeinde ihr Amt zurückgegeben, weil sie Schwierigkeiten mit den damals publizierten neuen Glaubensartikeln der Neuapostolischen Kirche hatten. Darunter war auch der damalige Vorsteher Lothar Kammer. Kurz schien es so, als sei danach Ruhe eingekehrt, als die Gemeinde durch den Beschluss der Kirchenleitung aufgeschreckt wurde, sie müsste die angestammte Kirche verlassen und zusammen mit einer anderen Gemeinde in ein neues Gebäude einziehen. Das stieß bei den Gläubigen weitgehend auf Unverständnis.
Offenbar darin liegt in der Hauptsache auch der Grund für nun bevorstehende Funktionsrückgabe. Wie Evangelist Grove den Amtsträgern der Gemeinde mitteilt, sei bei ihm eine Belastungsgrenze erreicht. Ich habe keine Energie mehr Konflikte zu lösen und Gegensätze in der Gemeinde zu ertragen. Ich
schaffe es nicht mehr zu motivieren und mir fehlen die Mittel Begeisterung für Hannover-Süd in der Gemeinde zu wecken. Ich habe keine Visionen für die Gemeindeentwicklung und spüre nur noch Belastung und Resignation. Die Aufgaben der Vorsteherbeauftragung belasten mich so sehr, dass ich keinen anderen Ausweg für mich sehe, als von der Beauftragung als Vorsteher der Gemeinde Hannover-Mitte zurück zu treten. Grove will zudem nicht für den nun beginnenden Zusammenführungsprozess der Gemeinden Hannover-Mitte und Wülfel zur Verfügung stehen und nicht in der Leitung der zukünftigen Gemeinde Hannover-Süd tätig sein.
Wie hart der Konflikt um die beabsichtigte Gemeindezusammenlegung bei gleichzeitigem Standortwechsel in der Gemeinde ist, lässt sich derzeit nur erahnen. Der Evangelist schreibt: Seit vielen Wochen spüre ich, dass ich mit meinen Kräften und meinen Möglichkeiten mittlerweile dauerhaft an meine Belastungsgrenze stoße. Ich schaffe es nicht mehr eine gute Balance zwischen den hohen Anforderungen in meinem Beruf, den Ansprüchen meiner Familie und meinen Aufgaben in der Gemeinde zu finden.
Über einen genauen Termin für die Funktionsrückgabe sei noch nicht entschieden worden. Er sei aber danach weiterhin gern als Seelsorger in der Gemeinde und in der Wortverkündigung tätig. Die Gemeinde Hannover-Mitte ist mit rund 800 Mitgliedern die größte Stadtgemeinde der Neuapostolischen Kirche in Hannover. Sie gilt als eine der progressivsten Deutschland weit und ist recht studentisch geprägt. Aus ihr stammt auch der ehemalige Bezirksälteste Thomas Feil, der 2011 sein Amt wegen Konflikten mit dem damals publizierten Kirchenverständnis zurückgab.
Erstaunlich ist, wie es sein kann, dass Umstrukturierungsmaßnahmen für eine Gemeinde in diesem Ausmaß beschlossen worden sind, ohne dass offenbar die Gemeindeleitung dahinterstehen kann. Das könnte darauf hindeuten, dass die Gemeindeleitung an der Entscheidungsfindung nicht beteiligt war.
religionsreport.de publiceerde op 6 april 2013 het onderstaande artikel:
Reibereien bei bevorstehender Gemeindefusion
„Belastung und Resignation“
Steffen Liebendörfer am 6. April 2013 Artikel ausdrucken
Hannover. Der Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Hannover-Mitte, Evangelist Andreas Grove, gibt seine Beauftragung als Vorsteher zurück. Den Ausschlag haben offenbar Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Standortschließung im Rahmen des Fusionsprozesses zu Hannover-Süd gegeben.
Die Amtsträger seiner Gemeinde informierte Grove kürzlich per E-Mail über diese Entscheidung. Als Gründe nennt er die Dreifachbelastung durch Beruf, Familie und die Aufgabe als Vorsteher. Zu Letzterer schreibt, dass er keine Energie zur Lösung von Konflikten mehr habe und um Gegensätze in der Gemeinde zu ertragen. Zudem fehlten ihm die Mittel, „Begeisterung für Hannover-Süd“ in der Gemeinde zu wecken. Weiter heißt es: „Ich habe keine Visionen für die Gemeindeentwicklung und spüre nur noch Belastung und Resignation.” Für die Gemeindeleitung der künftigen Gemeinde Hannover-Süd stehe er nicht zur Verfügung, und auch nicht für den bald beginnenden Zusammenführungsprozess mit der Gemeinde Hannover-Wülfel. Als Seelsorger und in der Verkündigung wolle er tätig bleiben.
Die Schwerpunktsetzung in Groves Mail deutet auf Reibereien beim Zusammenlegungsprozess zur Gemeinde Hannover-Süd hin. Ende 2014/Anfang 2015 sollen die bisherigen Gemeinden Anderten, Mitte, Misburg und Wülfel am Standort Wülfel zusammengelegt werden. Nach dem Rückbau des dortigen Kirchengebäudes, der voraussichtlich im Herbst dieses Jahres beginnen wird, soll dort ein imposanter Kirchenneubau entstehen (wir berichteten). Die Fusion der Gemeinden Mitte und Wülfel wird wegen des bevorstehenden Abbruchs vorgezogen. Aktuelle Überlegungen gehen ohnehin in die Richtung, bereits vor Fertigstellung des Neubaus die Fusion zur neuen Kirchengemeinde Hannover-Süd abzuschließen und diese dann als bereits gebildete Gemeinde in das neue Gebäude umziehen zu lassen.
Obwohl die Kirchenleitung sich hier bemüht, den Betroffenen Partizipationsmöglichkeiten in einem für neuapostolische Verhältnisse außergewöhnlichen Umfang zu bieten, ist die Stimmung schlecht. Aus Mitte ist zu vernehmen, dass von Anfang an nicht mit offenen Karten gespielt worden sei, was mittlerweile eine ziemliche Frustration ausgelöst habe. Dazu gehört etwa, dass die Bezirksleitung kommuniziert habe, Bezirksapostel Wilfried Klingler habe noch nicht entschieden, wer Vorsteher in der neuen Gemeinde werden soll. Umgekehrt soll Klingler sich kürzlich dahin gehend eingelassen haben, dass ihm eine Entscheidung noch nicht möglich gewesen sei, weil die Bezirksleitung bislang noch keine Vorschläge gemacht habe.
Hinzu kommt, dass die Gemeinde Mitte sich in den letzten Jahren auch im Zusammenhang mit der Vision 2010 substanziell weiterentwickelt hat. Zumindest ein Teil der Amtsträger in den anderen drei Gemeinden lehnt diesen progressiven Kurs jedoch offen ab – obwohl dieser in Mitte bis vor etwa zwei Jahren und gegen den allgemeinen Trend zu steigenden Zahlen bei den Gottesdienstbesuchern (rund 320) geführt hatte. In Mitte fürchten deshalb nicht wenige um einen Identitätsverlust im Zuge der Fusion.
Nachdem Groves Vorgänger, Hirte Lothar Kammer, wegen unüberbrückbarer theologischer Differenzen zurückgetreten war, sind die Besucherzahlen wieder gesunken – obwohl Andreas Grove den progressiven Kurs seines Vorgängers fortgesetzt hatte. Durch den mit Kammer damals nicht abgesprochenen Abzug des heutigen Bezirksältesten Jörg Richter aus der Gemeindeleitung sowie die ebenfalls überraschende Ordination des inzwischen wie Kammer aus der NAK ausgetretenen Thomas Feil zum Bezirksältesten 2008, wurde der Personalpool zusehends kleiner und die Stimmung schlechter. Es fehle, so heißt es, zunehmend an guten Verkündigern. „Es sind ausgerechnet die besten Leute, die sich von der Kirche abwenden“, sagt ein engagiertes Gemeindemitglied. Die Gemeinde Hannover-Mitte mit ihren rund 700 Mitgliedern hat nun im Sonntagsgottesdienst deutlich unter 300 Besucher. Mitte hat den Ruf, dass sich dort selbst solche Kirchenangehörige zu Hause fühlen können, die in der NAK selbst nicht mehr ihre geistliche Heimat sehen.
Für den neuen Standort rechnet die Bezirksleitung dem Vernehmen nach mit 300-320 Gottesdienstbesuchern aus den dann vier zusammengelegten Gemeinden. Aus Mitte ist allerdings zu hören, dass die Zahl 250 realistischer sei, da aus Mitte als mit Abstand größter der zu schließenden Gemeinden längst nicht alle aktiven Mitglieder den Umzug mitmachen wollten. Möglich ist aber auch, dass der attraktive Neubau Wechsel aus umliegenden Gemeinden anzieht, deren Eingemeindung an sich gar nicht vorgesehen ist.
In de afgelopen jaren zijn de ontwikkelingen in de NAK Hannover zeer turbulent geweest - tot op de dag van heden. Terwijl districtsapostel Klingler hoge verwachtingen schepte als gevolg van zijn visionaire plannen, dreigt de basis en het middenkader te eroderen en af te haken. De teleurstelling en desillusie van het progressieve en liberale smaldeel in Hannover druipt van de nieuw-apostolische kerkmuren. Voorgangerswisselingen volgen elkaar in rap tempo op en andere (priesterlijke) ambtsdragers haken af; de een na de ander geeft dus de pijp aan Maarten. De spanningen liepen in de NAK Hannover e.o. in het recente verleden hoog op, zoals rondom Kammer en Feil. Fusies van meerdere nieuw-apostolische gemeenten verzanden in een moeras en vergen hun tol, zoals gisteren bleek uit artikelen van glaubenskultur.de en religiosreport.de, terwijl de NAK-leiding in ijle sferen van vijfsterren hotels verblijft en in mondaine vergadercentra confereert en symboolpolitiek bedrijft.
glaubenskultur.de publiceerde op 6 april 2013 het onderstaande artikel:
Hannover (gk). Erneut steht die neuapostolische Gemeinde Hannover-Mitte vor Schwierigkeiten. Ihr derzeitiger Vorsteher, Evangelist Andreas Grove, möchte seine Vorsteherfunktion zurückgeben. Erst vor drei Jahren hatten mehrere Amtsträger der Gemeinde ihr Amt zurückgegeben, weil sie Schwierigkeiten mit den damals publizierten neuen Glaubensartikeln der Neuapostolischen Kirche hatten. Darunter war auch der damalige Vorsteher Lothar Kammer. Kurz schien es so, als sei danach Ruhe eingekehrt, als die Gemeinde durch den Beschluss der Kirchenleitung aufgeschreckt wurde, sie müsste die angestammte Kirche verlassen und zusammen mit einer anderen Gemeinde in ein neues Gebäude einziehen. Das stieß bei den Gläubigen weitgehend auf Unverständnis.
Offenbar darin liegt in der Hauptsache auch der Grund für nun bevorstehende Funktionsrückgabe. Wie Evangelist Grove den Amtsträgern der Gemeinde mitteilt, sei bei ihm eine Belastungsgrenze erreicht. Ich habe keine Energie mehr Konflikte zu lösen und Gegensätze in der Gemeinde zu ertragen. Ich
schaffe es nicht mehr zu motivieren und mir fehlen die Mittel Begeisterung für Hannover-Süd in der Gemeinde zu wecken. Ich habe keine Visionen für die Gemeindeentwicklung und spüre nur noch Belastung und Resignation. Die Aufgaben der Vorsteherbeauftragung belasten mich so sehr, dass ich keinen anderen Ausweg für mich sehe, als von der Beauftragung als Vorsteher der Gemeinde Hannover-Mitte zurück zu treten. Grove will zudem nicht für den nun beginnenden Zusammenführungsprozess der Gemeinden Hannover-Mitte und Wülfel zur Verfügung stehen und nicht in der Leitung der zukünftigen Gemeinde Hannover-Süd tätig sein.
Wie hart der Konflikt um die beabsichtigte Gemeindezusammenlegung bei gleichzeitigem Standortwechsel in der Gemeinde ist, lässt sich derzeit nur erahnen. Der Evangelist schreibt: Seit vielen Wochen spüre ich, dass ich mit meinen Kräften und meinen Möglichkeiten mittlerweile dauerhaft an meine Belastungsgrenze stoße. Ich schaffe es nicht mehr eine gute Balance zwischen den hohen Anforderungen in meinem Beruf, den Ansprüchen meiner Familie und meinen Aufgaben in der Gemeinde zu finden.
Über einen genauen Termin für die Funktionsrückgabe sei noch nicht entschieden worden. Er sei aber danach weiterhin gern als Seelsorger in der Gemeinde und in der Wortverkündigung tätig. Die Gemeinde Hannover-Mitte ist mit rund 800 Mitgliedern die größte Stadtgemeinde der Neuapostolischen Kirche in Hannover. Sie gilt als eine der progressivsten Deutschland weit und ist recht studentisch geprägt. Aus ihr stammt auch der ehemalige Bezirksälteste Thomas Feil, der 2011 sein Amt wegen Konflikten mit dem damals publizierten Kirchenverständnis zurückgab.
Erstaunlich ist, wie es sein kann, dass Umstrukturierungsmaßnahmen für eine Gemeinde in diesem Ausmaß beschlossen worden sind, ohne dass offenbar die Gemeindeleitung dahinterstehen kann. Das könnte darauf hindeuten, dass die Gemeindeleitung an der Entscheidungsfindung nicht beteiligt war.
religionsreport.de publiceerde op 6 april 2013 het onderstaande artikel:
Reibereien bei bevorstehender Gemeindefusion
„Belastung und Resignation“
Steffen Liebendörfer am 6. April 2013 Artikel ausdrucken
Hannover. Der Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Hannover-Mitte, Evangelist Andreas Grove, gibt seine Beauftragung als Vorsteher zurück. Den Ausschlag haben offenbar Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Standortschließung im Rahmen des Fusionsprozesses zu Hannover-Süd gegeben.
Die Amtsträger seiner Gemeinde informierte Grove kürzlich per E-Mail über diese Entscheidung. Als Gründe nennt er die Dreifachbelastung durch Beruf, Familie und die Aufgabe als Vorsteher. Zu Letzterer schreibt, dass er keine Energie zur Lösung von Konflikten mehr habe und um Gegensätze in der Gemeinde zu ertragen. Zudem fehlten ihm die Mittel, „Begeisterung für Hannover-Süd“ in der Gemeinde zu wecken. Weiter heißt es: „Ich habe keine Visionen für die Gemeindeentwicklung und spüre nur noch Belastung und Resignation.” Für die Gemeindeleitung der künftigen Gemeinde Hannover-Süd stehe er nicht zur Verfügung, und auch nicht für den bald beginnenden Zusammenführungsprozess mit der Gemeinde Hannover-Wülfel. Als Seelsorger und in der Verkündigung wolle er tätig bleiben.
Die Schwerpunktsetzung in Groves Mail deutet auf Reibereien beim Zusammenlegungsprozess zur Gemeinde Hannover-Süd hin. Ende 2014/Anfang 2015 sollen die bisherigen Gemeinden Anderten, Mitte, Misburg und Wülfel am Standort Wülfel zusammengelegt werden. Nach dem Rückbau des dortigen Kirchengebäudes, der voraussichtlich im Herbst dieses Jahres beginnen wird, soll dort ein imposanter Kirchenneubau entstehen (wir berichteten). Die Fusion der Gemeinden Mitte und Wülfel wird wegen des bevorstehenden Abbruchs vorgezogen. Aktuelle Überlegungen gehen ohnehin in die Richtung, bereits vor Fertigstellung des Neubaus die Fusion zur neuen Kirchengemeinde Hannover-Süd abzuschließen und diese dann als bereits gebildete Gemeinde in das neue Gebäude umziehen zu lassen.
Obwohl die Kirchenleitung sich hier bemüht, den Betroffenen Partizipationsmöglichkeiten in einem für neuapostolische Verhältnisse außergewöhnlichen Umfang zu bieten, ist die Stimmung schlecht. Aus Mitte ist zu vernehmen, dass von Anfang an nicht mit offenen Karten gespielt worden sei, was mittlerweile eine ziemliche Frustration ausgelöst habe. Dazu gehört etwa, dass die Bezirksleitung kommuniziert habe, Bezirksapostel Wilfried Klingler habe noch nicht entschieden, wer Vorsteher in der neuen Gemeinde werden soll. Umgekehrt soll Klingler sich kürzlich dahin gehend eingelassen haben, dass ihm eine Entscheidung noch nicht möglich gewesen sei, weil die Bezirksleitung bislang noch keine Vorschläge gemacht habe.
Hinzu kommt, dass die Gemeinde Mitte sich in den letzten Jahren auch im Zusammenhang mit der Vision 2010 substanziell weiterentwickelt hat. Zumindest ein Teil der Amtsträger in den anderen drei Gemeinden lehnt diesen progressiven Kurs jedoch offen ab – obwohl dieser in Mitte bis vor etwa zwei Jahren und gegen den allgemeinen Trend zu steigenden Zahlen bei den Gottesdienstbesuchern (rund 320) geführt hatte. In Mitte fürchten deshalb nicht wenige um einen Identitätsverlust im Zuge der Fusion.
Nachdem Groves Vorgänger, Hirte Lothar Kammer, wegen unüberbrückbarer theologischer Differenzen zurückgetreten war, sind die Besucherzahlen wieder gesunken – obwohl Andreas Grove den progressiven Kurs seines Vorgängers fortgesetzt hatte. Durch den mit Kammer damals nicht abgesprochenen Abzug des heutigen Bezirksältesten Jörg Richter aus der Gemeindeleitung sowie die ebenfalls überraschende Ordination des inzwischen wie Kammer aus der NAK ausgetretenen Thomas Feil zum Bezirksältesten 2008, wurde der Personalpool zusehends kleiner und die Stimmung schlechter. Es fehle, so heißt es, zunehmend an guten Verkündigern. „Es sind ausgerechnet die besten Leute, die sich von der Kirche abwenden“, sagt ein engagiertes Gemeindemitglied. Die Gemeinde Hannover-Mitte mit ihren rund 700 Mitgliedern hat nun im Sonntagsgottesdienst deutlich unter 300 Besucher. Mitte hat den Ruf, dass sich dort selbst solche Kirchenangehörige zu Hause fühlen können, die in der NAK selbst nicht mehr ihre geistliche Heimat sehen.
Für den neuen Standort rechnet die Bezirksleitung dem Vernehmen nach mit 300-320 Gottesdienstbesuchern aus den dann vier zusammengelegten Gemeinden. Aus Mitte ist allerdings zu hören, dass die Zahl 250 realistischer sei, da aus Mitte als mit Abstand größter der zu schließenden Gemeinden längst nicht alle aktiven Mitglieder den Umzug mitmachen wollten. Möglich ist aber auch, dass der attraktive Neubau Wechsel aus umliegenden Gemeinden anzieht, deren Eingemeindung an sich gar nicht vorgesehen ist.
